Rückblick: Das Spiel der Elemente


Vor wenigen Wochen vollendete ich mein siebentes Lebensjahrzehnt. Neugierig zu bleiben, ist mir eine liebenswerte Gabe.
Als ich hörte, das Frauenwerk bietet ein Selbsterfahrungsseminar auf Hof Medewege bei Schwerin an, zögerte ich nicht lange.
Geleitet von Birke Knopp, einer Gestaltungstherapeutin, begleitet von Silke Meyer, der Leiterin des Frauenwerks und Familientherapeutin, näherten wir uns im Spiel mit den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer unserem eigenen Ich. Eine Jede formte ihre ganz eigene Maske in Ton mit verschlossenen Augen. Ganz verschieden verlief dieser Prozess, auch dann die Zeit der inneren und sehr berührenden Zwiesprache mit ihr.
Fasziniert schaue ich noch nach Tagen auf diese Zeit zurück.Der Blick in unser Inneres ging tief, rührte auf, brachte bei einer Jeden von uns ein großes Gefühlsspektrum zu Tage. Jedoch auch den Fragen nachzugehen: Was tut meiner Seele wohl? Wo und wie finde ich StärkungV?Wir kamen miteinander ins Gespräch, fühlten uns verstanden, waren dankbar, dass wir in  diesem geschützten Raum so manches aussprechen und auf manch teilweise schwelenden inneren Konflikte auch einmal aus einen anderen Blickwinkel schauen konnten.

Ich bin gewiss, das Zwiegespräch mit meiner Maske ist noch nicht beendet.
DANKE für diese Reise ins Innere.

Elisabeth Steinmann

 

„In der Maskenarbeit werden Menschen bei der Verpuppung und Häutung ihrer Seele begleitet. Schicht für Schicht dürfen sich alte Schutzhäute lösen - unser eigentliches Wesen wird sichtbar für uns selbst und für andere. Im rituellen Raum wird der Ruf der Seele wieder hörbar. Auch helfen uns Masken in verschiedene Rollen zu schlüpfen und unterschiedliche Identitäten zu erleben. Anteile, die in uns leben, aber bisher vielleicht noch keinen Ausdruck gefunden haben, bekommen Raum. Im "Spiel der Elemente" haben wir elementare Energien erforscht, die jedem Menschen zu eigen sind, und die es innerlich zu balancieren gilt. Habe ich zu viel, oder zu wenig Feuer, bin ich gut geerdet (usw.)?  Aus der Bewegung heraus formen wir blind eine Maske in Ton, die dann abkaschiert und zum Maskenwesen weitergestaltet wird. Im Bühnenspiel mit der Maske zeigen sich Dynamiken, die wir aus unserm Leben kennen. Dies ermöglicht ein liebevolles Annehmen dieser inneren Anteile, Energien und Potenziale und hilft uns, aktuelle Lebensthemen zu klären.“

Birke Knopp Pädagogin, Gestalttherapeutin, Wandlungskünstlerin